Seit 2015 gibt es in Deutschland per Gesetz den Mindestlohn. Weniger als 8,50 Euro dürfen Arbeitnehmer seither nicht verdienen. Eine Erhöhung gab es bereits zum 1. Januar 2017 auf 8,84 Euro. Dieser Betrag ist allerdings nur noch für das laufende Kalenderjahr verbindlich.

Ab 2019 wird der Mindestlohn bundesweit auf 9,35 Euro pro Stunde angehoben. Das hat die Mindestlohnkommission, die aus je drei Vertretern von Arbeitgebern und Gewerkschaften, einem Vorsitzenden und zwei nicht stimmberechtigten Wissenschaftlern besteht, am Dienstag beschlossen. Im nächsten Schritt muss Bundesarbeitsminister Hubertus Heil die Vorlage annehmen. Eine Abänderung der Vorlage ist ihm nicht möglich.

Rund drei Millionen Menschen in Deutschland sind von der Lohnerhöhung zum 1. Januar betroffen.

Die Höhe des Mindestlohns für die Jahre 2019 und 2020 ist von der Lohnentwicklung in den Jahren 2016 und 2017 abhängig.