Auf den Philippinen ist der Kampf gegen die Drogenkriminalität erneut eskaliert. In der Nacht zum Dienstag führte die Polizei zahlreiche Razzien im Land durch und tötete 32 Menschen. Ein neuer, trauriger Rekord.

24 Stunden – 32 Menschen

Ein Jahr ist seit dem Amtsantritt des philippinischen Präsidenten Duterte vergangen und was bleibt, ist eine traurige Bilanz von rund 7000 Getöteten. Damals kündigte er an, hart gegen die Drogenkriminalität in seinem Land vorzugehen und er wird dafür sogar von US-Präsident Donald Trump in den höchsten Tönen gelobt. In der Nacht zum Dienstag fand der Anti-Drogen-Krieg allerdings seinen traurigen Höhepunkt: 32 Menschen wurden innerhalb von 24 Stunden durch die philippinische Polizei getötet. Insgesamt gab es 107 Festnahmen in der Provinz Bulacan. Außerdem habe die Polizei nach „SPIEGEL ONLINE“-Berichten 200g Methamphetamin, rund 790g Marihuana, Schusswaffen, Granaten und Munition sichergestellt.

Präsident tötete selbst 

Die letzte Razzia fand laut „The Guardian“ bereits im Juli diesen Jahres statt und forderte 16 Tote. Menschenrechtler setzen sich nun für eine unabhängige Aufklärung der Gewalttaten, seitdem Duterte an der Macht ist, ein. Der Präsident prahlte zudem damit, vor seinem Amtsantritt selbst zahlreiche Kriminelle umgebracht zu haben. Unter den 7000 Getöteten befanden sich nicht nur Drogenabhängige und Dealer, sondern auch Zivilisten und kleine Kinder.