Alle Jahre wieder! Das Persische Neujahr wird auch hierzulande vielerorts ausgelassen gefeiert. Zu ausgelassen, wie Anwohner in Köln finden. Am Decksteiner Weiher kam es am Montagabend zu einer Massenschlägerei zwischen kurdischen Großfamilien. Auch Schüsse sollen gefallen sein. Die Polizei rückte mit einem Großaufgebot an. Dabei dürften die Einsatzkräfte inzwischen gut geschult sein, denn Szenen wie diese spielen sich scheinbar jedes Jahr ab. Eine offizielle Anmeldung für die Veranstaltung liegt der Stadt Köln jedoch nicht vor.

Das Treffen gibt es seit 13 bis 15 Jahren. Anfangs haben sich nur ein paar Familien getroffen, es ist immer größer geworden.

sagte ein DJ gegenüber der „Bild“-Zeitung.

Etwa 5.000 Menschen sollen hier zum Abschluss des Persischen Neujahrsfestes zusammengekommen sein.

Restaurant-Chefin schließt vorsorglich

Caren Beck, Chefin des Restaurants „Haus am See“ weiß, was die persischen Feierlichkeiten für die Nachbarschaft bedeuten.

Ich habe das Restaurant nicht geöffnet, weil ich die Ausmaße des Festes aus den vergangenen Jahren kannte. Es kommen auch immer Scharen von Menschen, um unsere Toiletten zu benutzen, da der Veranstalter keine Toilettenwagen aufgestellt hat,

so die 58-Jährige.

Die Verluste von mehreren Tausend Euro nimmt die Gastwirtin in Kauf. Gegen das Fest und die Feiernden habe sie nichts, doch wünsche sie sich „geordnete Bahnen“.

Stadtsprecherin Inge Schürmann beurteilt die Situation weniger dramatisch:

Das ist ein Zusammentreffen von Menschen, das die bestimmungsgemäße Nutzung des Grüngürtels hergibt. Es ist keine formelle Veranstaltung. Das Ordnungsamt steht mit den Feiernden in Kontakt, aber es gibt in dem Sinne keinen Veranstalter.“

Wem oder was die Schüsse galten, konnte die Polizei bisher nicht beantworten. Mehrere Verletzte wurden von Rettungskräften behandelt.