Said K. ist kein Unbekannter im baden-württembergischen Tuttlingen.

Er wird immer wieder straffällig, war schon mehrfach über Nacht in der Psychiatrie,

sagte Sozialdezernent Bernd Mager über den 48-Jährigen zur „Bild“-Zeitung.

Seit Oktober 2015 lebe der Mann aus Pakistan im Tuttlinger Flüchtlingsheim. Sein Asyl-Antrag wurde im Februar 2016 abgelehnt. Seinem Unmut über diese Entscheidung machte Said K. schon öfter Luft. Doch diesmal trieb er es auf die Spitze. Bewaffnet mit einer Dachlatte, die er mit Nägeln und Schrauben gespickt war, betrat der Mann das Tuttlinger Landratsamt und zertrümmerte dort eine Scheibe und einen Computer. Anschließend schlug er auf die Motorhaube einer Autofahrerin ein.

Mager selbst beobachtete den Vorfall und eilte der Frau zur Hilfe. Beruhigende Worte prallten jedoch an dem aufgebrachten Mann ab und so bekam auch der CDU-Politiker die gepimpte Holzlatte zu spüren und kassierte Verletzungen im Gesicht. Überwältigen konnte er den Schläger trotzdem.

Ein solch beherztes Eingreifen ist ein tolles Beispiel für Zivilcourage. Das verdient höchsten Respekt,

lobte Landesjustizminister Guido Wolf den Einsatz des 55-Jährigen.

Gegen den festgenommenen Pakistani wird nun wegen gefährlicher Körperverletzung und Sachbeschädigung ermittelt.

In der Bevölkerung sorgt dieser Fall für Kopfschütteln, schließlich wurde dem gewaltbereiten Mann bereits das Bleiberecht in Deutschland verwehrt.

Er kann nicht abgeschoben werden, weil er keinen Pass hat. Die pakistanische Botschaft sagt, dass er frühestens in einem Jahr Papiere bekommt,

erklärte Mager gegenüber „Bild“.