Von Donald Trumps Ex-Chefberater Stephen Bannon ist man verbale Rundumschläge gewohnt. Auch mit seiner Meinung über die deutsche Regierung hielt der rechts-nationale Möchtegern-Politiker in einem kürzlichen Interview mit der „Zeit“ nicht hinter dem Berg. Angela Merkel kritisierte er aufs Schärfste und unterstelle ihr:

Arrogant und Inkompetenz.

Seiner Ansicht nach werde die Kanzlerin aufgrund ihrer Einwanderungspolitik als “destruktivste politische Figur des 21. Jahrhunderts in die Geschichte eingehen.” Die „Flut an Migranten“, die über Europa geschwappt ist, sei „keine Einwanderungspolitik“, so der 64-Jährige.

Gleichwohl bezeichnete der ehemalige Herausgeber von Breitbart News das Verhältnis zwischen dem US-Präsidenten und der Bundeskanzlerin als „sehr professionell“.

Er glaube sogar, dass sein früherer Vorgesetzter Merkel möge, obwohl die Interessen der USA und der EU bzw. Deutschlands “weit auseinander liegen”.

Bannon setzt auf die AfD

Im Gegensatz zur Merkel-GroKo ist die rechtspooulistische AfD ganz nach Bannons Geschmack.

Ich finde, vor allem die jungen Führungskräfte wie Alice Weidel sind fantastische Persönlichkeiten. Sie sind sehr dynamisch,

sagte Bannon. Die AfD habe seiner Meinung nach das Potential, Deutschland “in ihrem Sinne” zu verändern.

Wenn ich mir Alice Weidel und Beatrix von Storch anschaue, dann denke ich, dass sie im Laufe der Zeit in der Lage sein werden, die Mittelklasse anzusprechen und einem jungen Publikum Populismus und Nationalismus näherzubringen. Das könnte wirklich gut werden.

Bannon befindet sich gegenwärtig auf einer Europa-Reise. 

Die meisten Europäer werden davon nicht begeistert sein.