In der Nacht zum Dienstag hat ein Unbekannter am Berliner S-Bahnhof Neukölln den Schlafsack zweier Obdachloser angezündet. Die beiden Männer hatten im Vorraum des Bahnhofsgebäudes Schutz vor der eisigen Kälte gesucht. Der Täter soll die Obdachlosen gegen 2.40 Uhr aggressiv aufgefordert haben, den S-Bahnhof zu verlassen. Als diese sich nahe des Ausgangs niederließen, soll der Mann ausgerastet sein und den Schlafsack sowie persönliche Gegenstände der Geschädigten angezündet haben.

Einsatzkräfte konnten den Brand löschen. Die betroffenen obdachlosen Männer stehen unter Schock, blieben bei der Attacke aber unverletzt. Die Bundespolizei fahndet nun nach dem unbekannten Brandstifter.

Die brutale Tat ähnelt der Feuer-Attacke vom U-Bahnhof Schönleinstraße von Weihnachten 2016, als sechs junge Männer gezielt ein brennendes Taschentuch auf einen schlafenden Obdachlosen geworfen hatten.

Aktuell besteht für Menschen ohne Bleibe aufgrund der winterlichen Temperaturen Lebensgefahr. Der erste Kältetote dieses Jahres wurde am Sonnabend in Berlin gemeldet. Passanten hatten unter der S-Bahn-Brücke am Hackeschen Markt einen 49-jährigen Mann leblos im Rollstuhl entdeckt.