Bei den Bundeswehr-Kampfjets „Eurofighter“ gibt es massive Probleme. Laut Berichten des „SPIEGEL“ seien nur zehn Jets für reale Einsätze verfügbar.

Schuld an der Situation seien technische Schwierigkeiten beim Selbstschutzsystem. Die Bundeswehr verfüge zudem nur über kleine Bestände an Bewaffnung für den „Eurofighter“. Daher könnten nur vier der insgesamt 128 Jets im Ernstfall eingesetzt werden, so das Nachrichtenmagazin.

Mangelnde Einsatzbereitschaft: Nato-Zusagen in Gefahr

Die technischen Probleme bringen die Bundeswehr in Erklärungsnot bei der Nato. Hier könne Deutschland seinen militärischen Zusagen nicht mehr nachkommen, denn Berlin habe insgesamt 82 Jets für den Notfall zugesagt. Die Bundeswehr bestätigte die Lage, doch nannte keinen konkreten Zahlen. Sie wurden als geheim eingestuft, heißt es. Ein Sprecher der Bundeswehr sagte, dass mit Hochdruck an einer Lösung gearbeitet werde.

Wehr-Etat sorgt für Streit in der GroKo

Erst kürzlich forderte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) deutlich mehr Geld in den Haushaltsverhandlungen. Doch das wird offenbar schwierig, denn Schäubles Nachfolger Olaf Scholz (SPD) plant in seinem Entwurf sechs Milliarden Euro weniger für das Verteidigungs-Ressort ein.

So schmerzlich es ist, mindestens eines der verabredeten großen internationalen Rüstungsprojekte muss unter diesen Umständen wohl erst einmal auf Eis gelegt werden,

erklärte von der Leyen. Laut Berichten der „Bild am Sonntag“ seien etwa die U-Boot-Kooperation mit Norwegen oder die geplante Fliegerstaffel mit Frankreich in Gefahr.

Beschlossen wird der finale Haushalt für das kommende Jahr im Herbst.