Mit einem Großaufgebot ist die Polizei am Mittwochmorgen in mehreren Bundesländern gegen Schleuser vorgegangen. Insgesamt waren über 300 Beamte im Einsatz, 27 Wohnungen wurden durchsucht.

Bei drei Hauptbeschuldigten bestünde dringender Tatverdacht. Diesen wird vorgeworfen, indischen und pakistanischen Staatsangehörigen durch die Beschaffung von gefälschten Eheurkunden sowohl die Einreise als auch den Aufenthalt in Deutschland ermöglicht zu haben.

Ebenso sollen sie weitere Scheinehen zwischen EU-Bürgern und Indern sowie Pakistanern in Dänemark organisiert haben. Pro Schleusung wurde laut Bundespolizei zwischen 15.000 und 22.000 Euro verlangt. Die Scheinehepartner hatten ihren Lebensmittelpunkt vorrangig in Osteuropa.

Beweismittel beschlagnahmt

Nach Angaben des Polizeisprechers begannen die Wohnungsdurchsuchungen am Mittwoch um 7 Uhr morgens. Schwerpunkte der Razzien waren sächsische Eilenburg und Hettstedt in Sachsen-Anhalt. Weitere Durchsuchungen fanden u.a. in Leipzig, Stuttgart und Wuppertal statt. Zahlreiche Besweismittel wurden beschlagnahmt.

Markus Pfau, Leiter der Bundespolizeiinspektion Kriminalitätsbekämpfung in Halle: „Irreguläre Migration nach Deutschland findet auch und mit großem organisatorischen Aufwand durch die Vermittlung von Scheinehen statt.“