Abermals werden die Vereinigten Staaten von schweren Buschbränden in Atem gehalten. In Kalifornien wüten derzeit riesige Feuerwalzen, die zehntausende Menschen in die Flucht treiben. Am schlimmsten hat es den Bezirk Ventura County, im Nordwesten von Los Angeles, getroffen.

Erst im Oktober erschütterten Buschbrände die beliebte Weinregion nördlich von San Francisco. Jetzt halten die Menschen im Süden des Sonnenstaates den Atem an. Nach Angaben der Behörden brannte allein am Dienstagmittag (Ortszeit) eine Fläche von 200 Quadratkilometern ab. Vor allem die heftigen Winde entfachten die Flammen und verbreiteten sie explosionsartig. Hunderte Gebäude wurden zerstört, 260.000 Menschen waren ohne Strom und zehntausende versuchen, vor den Feuerwalzen zu flüchten.

Da immer wieder neue Böen aufkommen, die das Feuer weiter anfachen und verbreiten, haben es die Einsatzkräfte äußerst schwer. Venturas Feuerwehrchef Mark Lorenzen erklärte der „Los Angeles Times“: „Die Aussichten, den Brand einzudämmen, sind nicht gut.“ Mutter Natur werde entscheiden. Vor allem fürchten sich die Kalifornier vor den Santa-Ana-Winden. Sie bringen heiße und trockene Luft aus dem Inland. Außerdem ist die Vegetation völlig ausgedörrt in dem Bundesstaat, da ein langer und trockener Sommer hinter Kalifornien liegt.

Bisher gab es sogar ein Todesopfer. Ein Mann kam bei einem Verkehrsunfall auf einer wegen des Feuers gesperrten Straße ums Leben. Ein Feuerwehrmann sei zudem verletzt worden.