Nach der hochbrisanten Dringlichkeitssitzung im UN-Sicherheitsrat zum Nervengift-Angriff auf den russischen Doppelagenten Sergej Skripal und seine Tochter Yulia im englischen Salisbury am 4. März ergreift Großbritannien nun auch militärische Maßnahmen.

Wie ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in London gegenüber der dpa bestätigte, sollen Tausende britische Soldaten gegen Anthrax geimpft werden. Erreger von Anthrax (Milzbrand) gelten als potenzielle Biowaffen. Darüber hinaus stellt die britische Regierung rund 54 Millionen Euro für die Errichtung eines hochmodernen Zentrums zur Verteidigung gegen Chemiewaffen in London zur Verfügung.

Grund für diese Vorhaben sind die zunehmenden Spannungen zwischen London und Moskau.