Der GroKo-Poker hat ein Ende. Union und SPD sind sich einig. Doch nicht nur beim Koalitionsvertrag ist man sich offenbar entgegengekommen, auch was die Ministerposten betrifft, kann sich die SPD auf der Gewinnerseite sehen. Die Parteigenossen haben allen Grund zur Freude. Auf einem gemeinsamen Gruppenbild strahlen die-SPD Politiker Martin Schulz. Andrea Nahles, Lars Klingbeil, Olaf Scholz, Manuela Schwesig, Malu Dreyer und Karsten Schneider geschlossen um die Wette.

Martin Schulz wird Deutschland künftig als Außenminister vertreten. Seinen Posten als SPD-Parteichef erbt somit Andrea Nahles. Als Finanzminister soll Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz berufen werden. Auch Arbeit- und Soziales, Umwelt, Familie und Justiz liegt entsprechend des am Mittwoch beschlossenen Bündnisses fortan in den Händer der SPD.

Die CDU wird voraussichtlich mit den Ressorts Verteidigung (Ursula von der Leyen), Wirtschaft (vermutlich Peter Altmaier) und Gesundheit (Annette Wildmann-Mauz) betraut. CSU-Chef Horst Seehofer (CSU) soll sich künftig als Bundesminister u.a. um den Bereich “Heimat” als erweiterte Kompetenz kümmern. Partei-Kollege Andreas Scheuer übernimmt vermutlich die Ressorts Verkehr und Digitales. Auch für die Entwicklungshilfe soll sich die CSU stark machen.

Die neue schwarze-rote Regierung muss nun noch von den rund 450.000 SPD-Mitgliedern abgesegnet werden.