Totgesagte leben länger? So lautet zumindest das Sprichwort. Denis Cuspert war das schon gefühlt Dutzende Male. Bereits in den Jahren 2014 und 2015 gab es Spekulationen über den möglichen Tod von „Deso Dogg“. Nun soll es aber tatsächlich stimmen, wie die auf Auswertung dschihadistischer Propaganda spezialisierte Site Intelligence Group meldete. Der IS-Terrorist und ehemalige Berliner Rapper Denis Cuspert soll in Syrien getötet worden sein.

Cuspert, der zuletzt den Namen Abu Talha al-Almani trug, soll am Mittwoch in der Stadt Raranidsch in der syrischen Provinz Dair as-Saur getötet worden sein. IS-nahe Medien hätten sogar Fotos von der Leiche Cusperts verbreitet, hieß es weiter. Die Bestätigung des Todes hat die Terrormiliz selbst noch nicht bestätigt.

Ist der ehemalige Rapper jetzt wirklich tot?

Laut Site war Cuspert bei der Belagerung der ehemaligen IS-Hochburg Rakka bereits mehrfach verwundet worden. Auch wenn der Tod Cusperts bereits früher häufiger gemeldet worden sei, sei es dieses Mal wegen der Details und Fotos glaubwürdiger.

Cuspert wurde schon so oft für tot erklärt. Er trat in Deutschland als Rapper „Deso Dogg“ auf und wurde später als schillernde Figur, zumindest in der deutschen Wahrnehmung, in der Islamistenszene bekannt. Er sei nämlich mit der Rekrutierung von deutschen Neulingen beauftragt worden und hat immer wieder in zahlreichen IS-Videos zu Gewalt aufgerufen und mit Anschlägen gedroht. Der Deutsch-Ghaner soll 2010 zum Islam konvertiert sein und schloss sich 2014 dem IS an. Die Bundesregierung stuft ihn als Terroristen ein. Auch die USA setzten den Deutschen 2015 auf ihre Terroristenliste.