Schon zwei brandgefährliche Pakete hat der DHL-Erpresser verschickt und weitere sollen folgen, wenn das verlangte Lösegeld von 10 Millionen Euro ausbleibt! Diese an den Paketdienst gerichtete Forderung filterten Ermittler aus dem als QR-Code verschlüsselten Erpresser-Brief, der beiden Sendungen beigelegen hat.

Digitale Erpressung bei größtmöglicher Anonymität

QR-Code und Bitcoin passen als anonymisierte digitale Mittel ins Schema des Unbekannten. Die Internet-Währung ist fälschungssicher und entzieht sich jeglicher Kontrolle durch den Staat. Die Polizei dürfte insofern selbst bei Zahlung des Lösegelds im Dunkeln tappen, denn zum Empfänger bestände kein direkter Draht. Erst beim Tausch der digitalen Währung gegen echtes Geld könnte man dem Täter auf die Schliche kommen. Auf der Spur zum Absender prüft die Soko „Quer” aktuell über 60 Hinweise aus der Bevölkerung.

Sprengladungen zündeten nicht

Glück im Unglück: Sowohl das Paket an einen Elektrohändler in Frankfurt (Oder) als auch die Sendung an die Königin-Luise-Apotheke in Potsdam enthielten fehlerhafte Konstruktionen. Die Bomben waren mit Schwarzpulver aus Polenböllern, Nägeln und Schrauben gespickt. Doch der batteriebetriebene Zündmechanismus versagte in beiden Fällen beim Öffnen der Sendungen. Die Polizei warnt weiterhin zur Vorsicht vor verdächtigen DHL-Paketen mit unbekanntem Absender.