Nach der gestrigen Teildetonation einer Fliegerbombe in Dresden ist laut Polizei noch immer Vorsicht geboten. Beim Versuch die britische Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg im Stadtteil Löbtau am späten Abend zu entschärfen war ein Teil der Sprengladung explodiert. Wie die „Bild“ am Donnerstagmorgen berichtete, hat Dämmmaterial durch die Explosion Feuer gefangen, was eine vollständige Entschärfung zunächst unmöglich machte.

Es besteht weiterhin Gefahr,

meldete die Polizei via Twitter.

Erst wenn der Brand erloschen und die Bombe abgekühlt sei, könnten sich die Spezialisten ein genaueres Bild vor Ort machen. Der Sperrbereich werde noch „mehrere Stunden andauern“.

Den Menschen in der sächsischen Hauptstadt bot sich am Abendhimmel ein bedrohliches Bild. Nach der Detonation stiegen Rauchwolken auf, deutlich sichtbare Flammen erhellten die Dunkelheit.

Weitere Explosionen im Sperrbezirk können nicht ausgeschlossen werden, so die Polizei. Aktuell sei nicht klar, wieviel Sprengstoff sich noch in der Bombe befindet. Der Sprengmeister und sein Team machen sich am Donnerstagvormittag ein Bild von der Lage und werden  die nächsten Schritte zur vollständigen Entschärfung angehen.

bereits der erste Versuch, die Fünf-Zentner-Bombe zu entschärfen, scheiterte. Beim zweiten Anlauf lag die Wahrscheinlichkeit einer Detonation bei ging die Polizei bereits von 50:50. Insofern waren die Komplikationen für das Experten-Team vor Ort wenig überraschend.

Die Evakuierungsmaßnahmen in Dresden-Löbtau betreffen rund 8.700 Menschen. Zwei Straßenzüge, ein Seniorenheim und eine Gartenlange befinden sich unmittelbar im Sperrgebiet.