Weitere pikante Details über die Affäre von Donald Trump und der Pornodarstellerin Stormy Daniels sind nun bekannt geworden. Offenbar soll der US-Präsident Schweigegeld gezahlt haben. Zuvor stritt er das ab, doch dann wurde bekannt, dass Trumps Anwalt Michael Cohen 130.000 Dollar an Stormy Daniels überwiesen haben soll.

Trumps neuer Rechtsberater Rudy Giuliani erklärte dem Nachrichtensender „Fox News“, dass das Geld über eine Anwaltskanzlei floss und der Präsident es zurückzahlte. Anfang April dementierte Trump die Zahlung:

Aber er wusste von der allgemeinen Vereinbarung, dass Michael sich um die Dinge kümmern würde, so wie ich mich um solche Dinge für meine Klienten kümmere. Ich belaste sie nicht mit allem, was kommt. Das sind vielbeschäftigte Leute,

erklärt Giuliani im TV-Interview.

Illegale Wahlkampfhilfe?

Besonders brisant ist die Zahlung, weil sie nun eine politische Dimension bekommt. Das Geld wurde im Vorfeld der Präsidentschaftswahl gezahlt. Somit könnte es sich um eine nicht deklarierte Wahlkampfspende handeln. Diese wäre illegal.

Hintergrund

Stormy Daniels behauptet, 2006 mit Donald Trump Sex gehabt zu haben. Der US-Präsident dementiert die Aussage. Im März kam es zur Anklage gegen den US-Präsidenten. Die Pornodarstellerin bezeichnet die Vereinbarung zum Stillschweigen als hinfällig, denn Trump habe sie nicht selbst unterzeichnet.

Nachdem Trump einen Tweet zu diesem Thema absetzte, verklagte Daniels ihn zusätzlich wegen Verleugnung.

Mir ist es wichtig, mich verteidigen zu können,

sagte sie kürzlich auf die Frage, warum sie erst jetzt über die Affäre spricht.

Keine Stellungnahme des Präsidenten

Donald Trump äußert sich bisher nicht zu den Vorwürfen. Stormy Daniels Anwalt Michael Avenatti zeigte sich dagegen schockiert über die neuen Entwicklungen. Er finde, dass amerikanische Volk sei über Monate belogen worden.