Am späten Montagabend gegen 23 Uhr hat ein Erdbeben der Stärke 4,2 die Menschen im Voigtland und in der Oberpfalz aufgerüttelt. Nicht zum ersten Mal. Bereits seit dem 10. Mai beobachtet das Deutsche Geoforschungszentrum in Potsdam die erhöhte Aktivität unter der Erdoberfläche.

Ein sogenanntes Schwarmbeben soll sich in der Grenzregion zwischen Sachsen, Bayern und Tschechien zu schaffen machen. Das Epizentrum der jüngsten Erdstöße lag im Nordwesten Tschechiens in der Nähe der Stadt Luby (dt. Schönbach), nur fünf Kilometer von der deutschen Grenze entfernt.

Etwa fünf Minuten dauerte der Spuk. Zeugen berichteten von vibrierendem Boden und wackelnden Möbeln. Angaben über Schäden sind derzeit nicht bekannt.

Ob es sich um die vorerst letzten Zuckungen des Bebens gehandelt hat, lässt sich schlecht sagen. Experten zufolge kommt es bei einem solchen Schwarmbeben immer wieder zu Erdstöße von geringer Stärke in dieselben Gegend.