Durch einen Erdrutsch nach anhaltenden Regenfällen hat sich in Sierra Leone eine riesige Schlammlawine in Bewegung gesetzt und etliche Häuser unter sich begraben. Besonders schrecklich: Die Naturkatastrophe fordert mindestens 180 Tote.

Im Schlaf überrascht

Das Land in Westafrika litt unter starken Regenfällen und Überschwemmungen. Am Montagmorgen löste sich allerdings eine gewaltige Schlammlawine und überfiel die Menschen quasi im Schlaf. Sie zerstörte zahlreiche Häuser und kostete mehr als 180 Menschen das Leben. Das Rote Kreuz vermutet mittlerweile allerdings, dass sie Zahl noch rapide steigen werde und man von 310 Opfern ausgehen kann. Die Leichen wurden indes in das Connaught-Krankenhaus in Freetown gebracht, dessen Leichenhalle völlig überlastet sei, wie eine Mitarbeiter berichtet. Zwischenzeitlich werden die Toten sogar auf dem Fußboden gelagert. In Freetown graben die Angehören im Schlamm nach ihren Angehörigen.

Mangelhaftes Abwassersystem

Überschwemmungen sind nichts Neues in dem westafrikanischen Land. Zahlreiche Armenviertel liegen außerdem auf der Höhe des Meeresspiegels und haben zusätzlich nur spärliche bzw. gar keine Abwassersysteme. Auf Twitter sind zahlreiche Videos zu finden, die das Ausmaß der Katastrophe nur erahnen lassen.