Er soll an den schweren Terror-Anschlägen von Paris im November 2015 und Brüssel im März 2016 beteiligt gewesen sein. Heute wurde Salah Abdeslam in Brüssel wegen versuchten Mordes verurteilt. Der Richterspruch bezieht sich auf die Schießerei des Franzosen während seiner missglückten Festnahme in Belgien. Das Urteil wurde am Montagvormittag von einer Richterin im Justizpalast von Brüssel verlesen. Es ist die erste Urteilsverkündung gegen den mutmaßlichen IS-Attentäter.

Abdeslam wurde am 15. März 2016 zusammen mit zwei vermeintlichen Mittätern in einer Wohnung im Brüsseler Stadtteil Forest von der Polizei aufgespürt. Bei einem Schusswechsel zwischen den Gesuchten und der Polizei erschossen Beamte einen Schützen. Mehrere Einsatzkräfte wurden verletzt. Abdeslam und sein Komplize Sofien Ayari entkamen zunächst, wurden aber drei Tage später in Brüssel gefasst.

20 Jahre Haft gefordert

Die Staatsanwaltschaft plädierte zum Prozessauftakt für 20 Jahre Gefängnis wegen versuchten Polizistenmordes. Abdeslams Verteidiger forderte für seinen Mandanten hingegen Straffreiheit aufgrund von Verfahrensfehler.

Der französische Staatsbürger Abdeslam soll der Terrororganisation „Islamischer Staat“ angehören und die schweren Anschläge in Paris und Brüssel mit zahlreichen Toten verübt haben. Abdeslam sitzt in Frankreich in Untersuchungshaft. Bei der Urteilsverkündung in Brüssel war er nicht anwesend.