Als hätte Donald Trump mit dem schwelenden Atomkonflikt, den aggressiven Jerusalem-Protesten und den zahlreichen Belästigungsvorwürfen gegen ihn nicht schon genug irdische Probleme, sucht er im Interesse der USA neue Herausforderung im Weltall. Getreu seinem Wahlkampfssolgan „Make America Great Again“ will Trump die Menschheit erneut zum Mond befördern – und schließlich zum Mars. Seine Raumfahrtsvision tat der US-Präsident am Montag im Weißen Haus kund.

Konkrete Pläne? Fehlanzeige!

Bereits im Oktober hatte ein Beratergremium um Vizepräsident Mike Pence den Mond als Zwischenziel für die NASA ins Auge gefasst, bevor es zum Mars gehen soll. Mit der entsprechenden „Space Policy Directive 1“ hat Trump die Maßstäbe für die amerikanische Raumfahrt offiziell gesetzt.

Wir werden nicht nur unsere Flagge aufstellen und Fußabdrücke hinterlassen, wir werden ein Fundament schaffen für eine folgende Mission zum Mars und vielleicht auch eines Tages zu vielen weiteren Welten,

so Trump.

Unter welcher Führung die Raumfahrtsmission umgesetzt werden soll, ist allerdings ungeklärt. Der Posten eines NASA-Direktors ist nicht besetzt. Ausschlaggebend für die Realisierung der Reisen ins Weltall ist außerdem das vom Kongress zu bewilligende Budget. Konnte sich die Weltraumbehörde zu Glanzzeiten der „Apollo“ noch auf fünf Prozent des US-Haushalts verlassen, sind die finanziellen Mittel für die Planetenforschung inzwischen auf 0,5 Proznt geschrumpft.

Die Reise zum Mond – Ein amerikanischer Traum

Schon das republikanische Vater-Sohn-Gespann George Bush Senior und George W. Bush gab den Mond zu ihren Amtszeiten als Sehnsuchtziel aus. Warum Trump gerade jetzt die amerikanische Mond-Vision wiederaufleben lässt scheint nicht nur ein innenpolitisches Ablemkungsmanöver zu sein. Auf den Tag genau vor 45 Jahren hatte eine US-Landefähre zum letzten Mal Kontakt mit der Mondoberfläche. Natürlich waren die NASA-Helden Jack Schmitt von der „Apollo 17“ und Buzz Aldrin von der „Apollo 11“ bei der gestrigen Verkündung des Präsidenten dabei.