In einer Tiefgarage nahe des Weihnachtsmarktes am Schloss Charlottenburg und einer Moschee stieß ein Anwohner am Sonntagabend auf 200 Schuss neuwertige Munition (Kaliber 7.65). Die originalverpackten Patronen lagen versteckt in einer kleinen Plastiktüte hinter einem Stapel Winterreifen. Der Mieter des Stellplatzes am Spandauer Damm hatte das verdächtige Material zufällig neben seinem geparkten Auto bemerkt und der Polizei vor Ort übergeben.

„Gefahrenlage“ – Polizei mit Sprengstoffspürhunden angerückt

Ein Großaufgebot der Polizei durchkämmte das Gelände großflächig mithilfe von Sprengstoffspürhunden. Ermittler der Kriminaltechnik gingen auf DNA-Spurensuche, während Beamte des Staatsschutzes unverzüglich mit dem Erstellen eines Lageberichts bezüglich der benachbarten Moschee und möglicher islamistischer Besucher begannen.

Aufgrund der Nähe des Munitionsablageortes zum Weihnachtsmarkt und der Tatsache, dass sich oberhalb der Tiefgarage eine Moschee befindet, wird eine Gefahrenlage angenommen,

lautet der aktuelle Stand in einem Polizeischreiben.

Wegen der gegenwärtigen Alarmbereitschaft hat sich die Polizeipräsenz auf dem Weihnachtsmarkt am Schloss Charlottenburg kurzerhand erhöht. Auch der Schlosspark wurde nach Waffen und Munition durchsucht.

„Bislang gibt es keine weiteren Funde. Es ist unklar, wem die gefundene Munition zuzuordnen ist“, sagte Polizeisprecher Winfrid Wenzel.