„Einigkeit und Recht und Freiheit für das deutsche Vaterland“, heißt es in der deutschen Nationalhymne. Diese möchte nun die Frauenbeauftragte der Bundesregierung Kris­tin Ro­se-Möh­ring ändern. Ihr Vorschlag: Statt „Vaterland“ solle es bald „Heimatland“ heißen.

Zwei Stellen sollen angepasst werden

Außerdem findet die Abgeordnete „brüderlich mit Herz und Hand“ nicht mehr zeitgemäß. Hieraus solle „couragiert mit Herz und Hand“ werden. Ziel ist, es den Text genderneutraler zu machen. Die Forderungen veröffentlichte sie nun in einem Brief, der der „BILD“- Zeitung vorliegt. Hier fragt Rose-Möhring: „Warum gendern wir nicht unsere Nationalhymne, das Deutschlandlied?“. Sie schreibt weiter: „Täte gar nicht weh, oder? Und passt zudem auch zum neuen Bundesministerium des Innern und für Bau und Heimat.“

Österreich und Kanada als Vorbilder

Mit diesem Vorschlag würde Deutschland Österreich oder Kanada folgen. In Österreich wurde 2012 die Nationalhymne angepasst. Aus „Heimat bist du großer Söhne“ wurde „Heimat großer Töchter und Söhne“. Kanada entschied sich erst vor Kurzem für die Änderung. Übersetzt hieß es bislang „Erwecke in all deinen Söhnen wahre Vaterlandsliebe“. Nun sollen die Söhne durch „uns alle“ ersetzt werden. Für Premierminister Trudeau ist die Anpassung „ein positiver Schritt zur Geschlechtergerechtigkeit“, twitterte er Ende Januar.

Kritische Reaktionen

Die zukünftige Bundeslandwirtschaftministerin Julia Klöckner (CDU) äußerte sich allerdings kritisch zu dem Vorschlag und schrieb auf Twitter: „Mir fielen andere Themen ein, die wichtiger für Frauen wären als die Nationalhymne zu ändern“.