In der Hauptstadt herrscht religiöse Neutralität. Das unterstrich das Berliner Arbeitsgericht am Mittwoch nun ganz deutlich in einem Kopftuch-Prozess. Eine muslimische Lehrerin hatte gegen das Land geklagt, das ihr verbietet, mit Kopftuch an einer Grundschule in der Hauptstadt zu unterrichten.

Die Klage der Frau wurde bereits in erster Instanz abgeschmettert. Begründet wurde das Urteil mit dem geltenden Neutralitätsgesetz, das das Tragen von religiös geprägten Kleidungsstücken im öffentlichen Dienst verbietet.

Vor ihrer Einstellung hatte die Lehrerin bejaht, dass sie das Neutralitätsgesetz kenne.