Dänemark hat sich heute konkret gegen Verhüllungen in der Öffentlichkeit ausgesprochen. Ab August 2018 sind Ganzkörperschleier (Burka) und Gesichtsschleier (Nikab) im öffentlichen Raum verboten. Das entschied das dänische Parlament in Kopenhagen mit 75 zu 30 Stimmen.

Was für Muslime eine grobe Einschränkung ihres Glaubens sein mag, beruht auf Sicherheitsgründen. Untersagt ist alles, was das Gesicht zu unkenntlich macht. Dazu zählen laut Regierung auch Hüte, Mützen, Schals, Masken, Helme und künstliche Bärte. Immerhin gibt es Ausnahmen: Winter und Karneval!

Bußgelder drohen

Wer gegen das neue Verhüllungsverbot verstößt, muss mit Geldstrafen rechnen. Rund 135 Euro kostet der erste Bekleidungsfehltritt. Beim vierten Erwischen sind schon 1.350 Euro fällig. Entschleiern müssen sich diejenigen dann allerdings nicht an Ort und Stelle, heißt es von offizieller Seite. Niemand werde gezwungen, die Burka auf der Straße abzunehmen, sondern lediglich nach Zahlung der Strafe aufgefordert, nach Hause zu gehen, erkläre Justizminister Søren Pape Poulsen.

Als erstes europäisches Land hatte Frankreich 2011 Burka und Nikab verboten, gefolgt von Belgien und Österreich. In Deutschland plädieren die AfD als auch Teile der CSU für ein Verhüllungsverbot in der Öffentlichkeit.