In der Nacht zum Donnerstag wurde die US-Botschaft in Montenegro Ziel eines Anschlags. Nach ersten Informationen habe ein Mann kurz nach Mitternacht eine Handgranate auf das Botschaftsgelände in der Hauptstadt Podgorica gefeuert. Mit einem zweiten Sprengsatz soll er sich dann selbst in die Luft gesprengt haben. Das bestätigten sowohl die Regierung als auch ansässige Medien.

Ein Wachmann eines benachbarten Sportzentrums berichtete gegenüber der Nachrichtenagentur AFP von zwei aufeinander folgenden Explosionen. Die Polizei sei kurz darauf eingetroffen und habe „den Körper eines Mannes weggetragen“.

Bis auf den getöteten Attentäter wurde bei dem Vorfall in dem kleinen Balkanstaat niemand verletzt. Die Identität des Mannes ist bisher nicht bekannt.

Zwar wurde die Botschaft selbst bei diesem Granatenangriff nicht beschädigt, doch wird US-Bürgern geraten, dem Gelände derzeit fernzubleiben. Das US-Außenministerium erklärte, die Botschaft in Podgorica prüfe aktuell die Lage, um die Sicherheit aller Angestellten zu garantieren.

Die USA unterhalten seit 2006 diplomatische Beziehungen zu Montenegro. Seit letztem Jahr ist das kleine Land an der Adria Mitglied der NATO und potentielles EU-Mitgliedsstaat.