Es waren bürgerkriegsähnliche Bilder, die den diesjährigen G20-Gipfel in Hamburg begleiteten. Rund 5.000 gewaltbereite Gipfelgegner lieferten sich ein Kräftemessen mit der Polizei. Besonders brisant waren die Ausschreitungen von etwa 200 Randalierern am 7. Juli rund um die Rondenbarg. Nach der Auswertung eines Polizeivideos, auf dem Randalierer mit Steinen und Böllern auf Einsatzkräfte feuerten, ergingen bereits etwa 60 Strafverfolgungen.

24 Objekte in acht Bundesländern durchsucht

Zur weiterführenden Aufklärung der möglicherweise geplanten Ausschreitungen durchsuchte das Landeskriminalamt am Dienstagmorgen bundesweit die Wohnungenmutmaßlicher Beteiligter.

Unter Führung der Hamburger Sonderkommission (Soko) „Schwarzer Block“ durchsuchte die Polizei 24 Objekte in Hamburg, Berlin, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Hessen, Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt. Ziel der Aktion war die Sicherstellung von Beweismaterial wie Datenträgern und Kommunikationsmitteln.

Die Fakten vom G20-Gipfel

  • rund 5.000 Gewalttaten
  • 25.000 Einzelvideos zum Tathergang
  • 7.000 Dateien von Augenzeugen
  • 100 durchsuchte Festplatten