Das Ruhrgebiet atmet auf. Am Donnerstagabend stellte sich auch der letzte gesuchte Tatverdächtige der Polizei. Die Beamten suchten zunächst bundesweit mit einem Fahndungsfoto nach dem 18-jährigen Dean Martin Lauenburger aus Gelsenkirchen. Vermutlich wurde der Druck auf ihn zu groß.

Zusammen mit seinem Anwalt erschien der Tatverdächtige auf der Polizeiwache. Angeblich sei er „mehr Opfer als Täter“. Einzelheiten wollte der Anwalt allerdings nicht bekanntgeben. In einem Bericht der „BILD“-Zeitung ist sogar von einem Lockvogel die Rede.

L. soll zusammen mit vier anderen jungen Männern mindestens zwei 16-jährige Mädchen vergewaltigt haben. Die Täter zwischen 16 und 23 Jahren kontaktierten ihre Opfer über soziale Netzwerke. Dann wurden die Mädchen zu einer Autofahrt eingeladen. Wenige Minuten später stiegen drei weitere Männer hinzu. Dann mussten sie ihre Handys abgeben und wurden stundenlang in einem Wald vergewaltigt. Anschließend hätten die Täter ihre Opfer im Internet bloßgestellt. Mindestens sechs junge Frauen seien so in den letzten Monaten zu sexuellen Handlungen gezwungen worden, heißt es.