Über Bali liegt derzeit eine dichte Rauch- und Aschewolke. Der Vulkan Mount Agung droht in kürzester Zeit auszubrechen. Die Behörden haben die Alarmstufe Rot ausgerufen und eine Sperrzone von 10 Kilometer rund um den Vulkan eingerichtet.

Gefahr imminent

Die beliebte Urlaubsinsel Bali wappnet sich derzeit für den bevorstehenden Ausbruch des Vulkans Agung. Kontinuierlich seien Erschütterungen und Erdbeben zu spüren, sowie dröhnende Geräusche. Aus dem Vulkan steigt ununterbrochen Asche auf. In der Nacht konnte man Feuerstrahlen über dem Vulkan beobachten, schrieb die nationale Behörde für Katastrophenmanagement auf seiner Facebook-Seite. Das alles deute daraufhin, dass „die Gefahr eines größeren Ausbruchs imminent ist.“

Flughafen gesperrt

Balis internationaler Flughafen Denpasar wurde zuvor aus Sicherheitsgründen geschlossen, dadurch sitzen tausende Besucher auf der Insel fest. Durch das Auswärtige Amt wurde ihnen geraten, sich mit ihren Reiseveranstaltern in Verbindung zu setzen. Außerdem sollen Urlauber ausreichend Bargeld und Medikamente mit sich führen. Zunächst soll der Flughafen nur bis Dienstag 7:00 Uhr (Ortszeit) gesperrt sein. Abhängig von der Wanderung der Aschewolke könnte es allerdings zur einer Verlängerung der Sperrung kommen, beziehungsweise könnte es weitere Sperrungen und Flugstreichungen geben. Die Dörfer rund um den Vulkan sind mit Asche bedeckt. 100.000 Menschen sind auf der Flucht und versuchen sich derzeit, in Sicherheit zu bringen. Außerdem wurden durch die Behörden Atemschutzmasken verteilt.

Am Sonntag trafen sich zahlreiche Hindus, um im Rahmen einer heiligen Messe dafür zu beten, dass der Vulkan nicht ausbrechen wird.

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Beim letzten Ausbruch des Mount Agung 1963 kamen 1.600 Menschen ums Leben. Bereits im September wurde der Vulkan aktiv, beruhigte sich im Oktober allerdings wieder.