Es sind erschreckende Zahlen, die das Kinderhilfswerk UNICEF in einem aktuellen Bericht vorstellt. Etwa 770.000 Kinder sind stark unterernährt und benötigen sofort humanitäre Hilfe. 400.000 von ihnen droht sogar der Hungertod.

Schwerste humanitäre Krise der Welt

Dem Bericht zufolge ist jedes zehnte Kind unter fünf Jahren bedroht. UNICEF könne die Krise in dem Land lösen, sofern sie mehr Mittel bekäme, erklärte der Vertreter des Kinderhilfswerkes Gianfranco Rotigliano. Die Republik Kongo leidet unter der einer der schlimmsten humanitären Krisen auf der ganzen Welt, dennoch bekommen sie nach UN-Angaben weniger Hilfsgelder als andere Regionen.

Hunderttausende Menschen fliehen im Kongo seit Jahrzehnten vor den Kämpfen der Milizen in die offene Steppe. Die Gewalt hat sich mittlerweile auch in der zuvor friedlichen Region Kasai und in der Provinz Ituri ausgebreitet. Laut UNICEF sind in Kasai fast vier Millionen Menschen auf sofortige Hilfe angewiesen, darunter befinden sich etwa 2,3 Millionen Kinder.

In den wenigen Regionen, in denen die Kämpfe nachgelassen haben, kehren die Menschen wieder in ihre Dörfer zurück. Dort können sie von den Hilfsorganisationen mit Medikamenten und Lebensmittel versorgt werden. UNICEF hat in Kasai bereits zwei Millionen Kinder geimpft, mit Trinkwasser versorgt, Lebensmittel zur Verfügung gestellt und bei Bildungsangeboten geholfen.

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