Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Angriffe auf Flüchtlinge und ihre Unterkünfte zwar gesunken, dennoch bleibt sie erschreckend hoch. Zeitungen der Funke-Mediengruppe berichten über 2.219 Angriffe im Jahr 2017, die durch das Bundesinnenministerium registriert wurden. Dabei wurden mehr als 300 Menschen verletzt. 2016 wurden 3.500 Angriffe gezählt. Zu den Delikten gehören Körperverletzung, Beleidigung, Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch, schwere Brandstiftung, Sprengstoffexplosionen und Volksverhetzung.

Schuld daran seien laut Linken-Politikerin Ulla Jelpke die AfD und die Union: „Mehr als 2000 rechte und rassistische Angriffe gegen Geflüchtete im Jahr 2017 sind Ausdruck einer aggressiven Stimmung im Land, die von der AfD und anderen Gruppierungen der extremen Rechten täglich befördert wird.“ Jelpke sagte außerdem: „Ermutigt werden sie nicht nur durch das Gerede von Bürgerkrieg und ‚Umvolkung‘, wie es von AfD und Pegida vertreten wird, sondern auch durch die rassistische Stimmungsmache der Unionsparteien, die keine Gelegenheit auslassen, Verschärfungen im Umgang mit Flüchtlingen zu fordern.“