Nach Angaben Moskaus wurde ein großer Fahrzeug-Konvoi von der russischen Luftwaffe unschädlich gemacht. Der Konvoi fuhr in Richtung der Stadt Deir ez-Zor. Über 100.000 Zivilisten sind dort vom IS eingekesselt.

„Die russische Luftwaffe hat eine weitere große Kolonne von IS-Kämpfern zerstört, die in Richtung der Stadt Deir ez-Zor unterwegs war, wo sich die Terroristen neu gruppieren wollten, um ihre letzte Basis in Syrien zu verstärken,“ erklärt das russisches Ministerium. Außerdem seien Kampfpanzer und 20 SUV-Fahrzeuge zerstört worden.

Nach den schweren Verlusten in Rakka und Homs versucht der Islamische Staat sich in die letztes verbliebene Bastion in der Provinz Deir ez-Zor zurückzuziehen. Das russische Ministerium berichtet, dass eine Niederlage in der Region „einer strategischen Niederlage in der Syrisch Arabischen Republik“ gleichkommt.

Der russische Verteidigungsminister Sergei Schoigu äußerte sich bereits vor einer Woche zu den Operationen:

Deir ez-Zor ist gegenwärtig der wichtigste Punkt. Dort gibt es seit über einem Jahr militärische Operationen. Die Leute dort kämpfen sehr tapfer. Regelmäßig, zwei bis vier Mal die Woche, liefern wir Nahrungsmittel, Medizin und Munition dorthin. Das ist vielleicht der bedeutendste Ort am Euphrat, wo sich der Kampf gegen den IS endgültig entscheiden könnte.

Zwar konnten in den vergangenen Jahren tausende Zivilisten aus der syrischen Stadt fliehen, aktuell leben aber immer noch über 100.000 in der Stadt. Der IS hat seine Blockaden zur Stadt lange halten können, jetzt könnte mit Hilfe der syrische Armee ein entscheidender Schritt zum Untergangs des selbst ernannten Kalifats gemacht sein.