Bei einem Luftangriff auf ein Dorf in der syrischen Provinz Idlib kamen mindestens 38 Menschen ums Leben. Etwa 50 wurden zum Teil schwer verletzt, darunter auch zahlreiche Kinder. Kriegsbeobachter vermuten, dass die Zahl der Getöteten noch weiter ansteigt.

Gezielter Angriff

Das Dorf liegt im Nordwesten des Landes und in einer Region, die zu letzten gehört, die von islamistischen Aufständischen kontrolliert wird. Helfer und Einsatzkräfte der Organisation Weißhelme sprachen von einem gezielten Angriff auf einen Markt in der Nähe einer Moschee. Der Chef der Beobachtungsstelle, Rami Abdel Rahman, bezeichnete den Attacke als ein „Massaker“. Vermutlich wurden die Bomben von russischen Kampfflugzeugen abgeworfen, berichtete die syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte:

Höchstwahrscheinlich russische Kampfflugzeuge haben in der Nacht das Dorf Sardana im ländlichen Norden Idlibs angegriffen und die höchste Totenzahl bei einem einzigen Angriff auf die Region seit Ende März verursacht.

Der Bürgerkrieg hat seit 2011 bislang mehr als 400.000 Menschenleben gekostet. Millionen befinden sich im In- und Ausland auf der Flucht.

Foto: ©dpa/Sam Taylor/MSF/Archiv