Am Montag wählte die bayrische Landtagsfraktion Markus Söder einstimmig zu ihrem Wunschnachfolger von Horst Seehofer. Anfang des nächsten Jahres soll der 50-jährige Finanzminister das Amt übernehmen. Horst Seehofer wird weiterhin als Parteichef tätig sein.

Chance für CSU

Kurz zuvor hatte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann seinen Verzicht auf eine Gegenkandidatur erklärt. Damit hatte Söder freie Bahn und aus den einstigen Rivalen sollen enge Verbündete werden. Seehofer hoffe außerdem durch die Trennung von Ministerpräsidentenamt und Parteivorsitz, die andauernden Streitigkeiten endlich beenden zu können. Söder erklärte: „Ich bin bereit und bitte um die Chance.“ Er wolle Seehofer außerdem in seinem Amt als Parteichef unterstützen.

Innenminister Hermann wolle ebenfalls in Bayern und in der Landespolitik bleiben. Sein Platz bleibe in München, erklärte Landtagsfraktionschef Thomas Kreuzer. Dabei erwartete man von Hermann, dass er im Anschluss an die Bundestagswahl nach Berlin wechseln würde. Er ging zusammen mit der CSU als Spitzenkandidat in die Wahl und wurde später auch als Bundesinnenminister gehandelt.