Die Ermordung der siebenjährigen Hadish aus Wien erschüttert weit über die österreichischen Landesgrenzen hinaus. In einem Müllsack wurde das Mädchen gefunden, offenbar getötet durch einen Stich in den Hals, weggeworfen wie ein liebloser Gegenstand. Am Dienstag wurde ein dringend Tatverdächtiger festgenommen, wie die „Krone“ am Dienstagmorgen berichtete.

Bei dem Festgenommenen soll es sich um einen aus Tschetschenien stammenden Nachbarn von Hadishs Familie handeln. Der 16-jährige Gymnasiast habe sich Polizeiangaben zufolge in einer ersten Vernehmung geständig gezeigt. Sein Motiv erschüttert selbst gestandene Ermittler: Er hätte einen schlechten Tag gehabt, wollte irgendjemanden umbringen. Die Familien von Täter und Opfer kannten sich.

Mit seiner Festnahme scheint sich eine Vermutung der Mutter des getöteten Mädchens zu bewahrheiten.

Mord in der Nachbarschaft

Welche Bestie hat uns das angetan? Wer hasst uns so?,

fragte Zarema G. unter Tränen im Interview mit der österreichischen Tageszeitung „Heute“. Die Mutter der Siebenjährigen kann das grausame Verbrechen an ihrer Tochter nicht begreifen.

Ich kann einfach nicht fassen, was passiert ist. Ich will nicht glauben, dass meine süße Hadish nicht mehr bei der Tür hereinkommen wird. Sie war so ein liebes Mädchen – unser Sonnenschein. Ich weiß nicht, wie es jetzt weitergehen soll.“

sagte die sechsfache Mutter. Zugleich hegte sie bereits einen schrecklichen Verdacht.

Es war bestimmt jemand aus diesem Hof – das spüre ich. Ich hoffe, dass die Polizei den Täter findet und er eine harte Strafe bekommt.

Der Vater des Mädchens wird der Familie in ihrer Trauer kaum beistehen können. Er sitzt in Haft.

 Beim Spielen auf dem Hof verschwunden

Am Freitagnachmittag habe Hadish mit ihrer 13-jährigen Schwester im Hof gespielt. Plötzlich war die Erstklässlerin aus Wien-Döbling verschwunden. Die Familie habe alles abgesucht, beschrieb die 35-Jährige die Situation gegenüber der Polizei. Nach dem schrecklichen Fund ihrer Leiche im Müll identifizierte Zarema G. ihre Tochter anhand der Kleidung.

Polizisten zeigten mir Fotos am PC. Das Gewand war nicht blutig – das beruhigt mich ein bisschen. Ich möchte mein Kind aber unbedingt noch einmal sehen,

so die 35-Jährige. Bis dahin bleibt Zarema G. mit ihren quälenden Fragen zurück:

Hadish hat niemandem etwas getan. Warum bringt jemand ein unschuldiges Kind um und entsorgt es wie ein Stück Abfall?