Der tragische Tod einer 52-jährigen Frau und ihres 27-jährigen Sohnes aus Hannover beherrschte kürzlich die Titelseiten der Zeitungen. Der Mörder der beiden war Teil der Familie – Staffordshire-Terrier-Mischling Chico. Der Hund wurde als äußerst aggressiv beschrieben und sollte infolge seinen tödlichen Biss eingeschläfert werden. Eine Petition des Tierschutzvereins Hannover rettete dem Hund das Leben. Der Aufruf hatte zum Ziel, Chico stattdessen in einer Spezialeinrichtung unterzubringen. Das Tier darf weiterleben. Doch die erfolgreiche Petition für Chico erntete in den sozialen Netzwerken nicht nur Beifall unter Tierliebhabern.

Aktiver Tierschutz gefordert

Medial gestützte Bittschriften wie im Fall Chico helfen den unzähligen in Tierheimen lebenden Hunden nicht. Ein Facebook-Post des sozialen Projekts LISTIVERSUM.de geht derzeit viral. Der Tierschützer Ignaz appelliert darin an die „Image-Tierschützer“, sich nicht hinter Petitionen und ihren Likes für Sprüche-Bilder und Videos von gequälten Tieren auszuruhen, sondern ernsthaftes Engagement in Tierheimen zu zeigen.

Als trauriges Beispiel für viele zurückgelassene Hunde stellt der Initiator der gemeinnützigen Hunderettung Schäferhund Herbert vor, der seit 2010 im Tierheim lebt.

Er hätte nur einen einzigen Menschen gebraucht in den letzten sieben Jahren, der ihn adoptiert,

schreibt Ignaz von ‚LISTIVERSUM.de‘.

Er kritisiert, dass es immer weniger aktive Tierschützer und immer mehr Image-Tierschützer gebe.