UPDATE: Endlich hat die Suche ein Ende! Der verurteilte Mörder Sergej B. konnte am Freitagmorgen gegen 4 Uhr in Bayern von der Polizei gefasst werden. Nach Informationen der „BILD“ sei er Streifenpolizisten aufgefallen, die ihn daher kontrollierten und schließlich festnahmen. 

Einwöchige Flucht beendet

Ein verurteilter Mörder, der in einer psychiatrischen Klinik in Andernach (Rheinland-Pfalz) einsitzt, bekommt unbegleiteten Ausgang, um einen Arzttermin wahrzunehmen. Dann taucht er unter! Die Polizei fahndete seit vergangenem Donnerstag mit Hochdruck nach dem Deutsch-Russen Sergej Bekker, der seinen Vater im Schlaf mit einer Angst erschlug und auch seinen Bruder töten wollte. Doch von dem 34-jährigen Schwerverbrecher fehlte seitdem jede Spur.

„Wir haben etwa 30 Hinweise bekommen, bislang verfolgen wir aber keine heiße Spur“, sagte ein Polizeisprecher in Koblenz.

In die Verunsicherung der Bevölkerung mischte sich derweil auch großes Unverständnis. Zwar gilt der 34-jährige Mörder nicht als schuldfähig, wohl aber als Gefahr für die Allgemeinheit. Seit 2015 darf der Mörder die psychiatrische Klinik aufgrund von Therapiefortschritten allein verlassen, teilte ein Sprecher des Landeskrankenhauses mit. Wegen einer Erkältung habe Bekker seinen Hausarzt aufsuchen wollen, doch dort kam er nicht an.

Sergej Bekker ist seit 2005 wegen Wahnvorstellungen in der Psychiatrie untergebracht, zuletzt in der Außenstation der Klinik Nette-Gut auf dem Gelände der Rhein-Mosel-Fachklinik Andernach.

Erst im September und Oktober letzten Jahres entkamen zwei Abschiebehäftlinge aus einer psychiatrischen Klinik in rheinland-pfälzischen Alzey.

Foto: Polizei Koblenz