Nach dem Absturz eines russischen Passagierflugzeugs haben Rettungskräfte die Bergungsarbeiten unter widrigen Wetterbedingungen fortgesetzt.

Bereits wenige Minuten nach dem Start in Moskau verschwand gestern ein russisches Passagierflugzeug vom Radar. Kurze Zeit später zerschellte die Maschine der Saratov Airlines auf einem Feld südöstlich der Hauptstadt. Alle 71 Menschen an Bord kamen bei dem Aufprall ums Leben. Die Maschine war auf dem Weg in die Stadt Orsk nahe der Grenze zu Kasachstan.

Drei Kinder an Bord

Die Bergung der Opfer begann bereits in der Nacht bei widrigen Bedingungen. Die 400 Einsatzkräfte kämpften sich durch hohen Schnee und Eis. Heute werden außerdem Video-Drohnen und Schneemobile eingesetzt. 65 Fluggäste sowie sechs Crew-Mitglieder sollen an Bord gewesen sein. Unter den Passagieren waren Berichten zufolge auch drei Kinder.

Experten werten Flugschreiber aus

Nahe der Absturzstelle fanden die Einsatzkräfte die Flugschreiber. Die Auswertung soll nun erste Erkenntnisse zum Unglückshergang bringen. Neben menschlichem Versagen können auch das schlechte Wetter oder ein technischer Defekt schuld sein, heißt es vom russischen Ermittlungskomitee. Zunächst möchte die Airline dennoch darauf verzichten, Maschinen des Typs An-148 einzusetzen.