Nach den jüngsten Sanktionen seitens der UN brodelt es gewaltig in Pjöngjang. Am Samstag beschloß der UN-Sicherheitsrat einstimmig den Exportstopp von Kohle, Eisen, Blei und weiteren Rohstoffen. Mit diesen von der USA eingebrachten Sanktionen werden die ohnehin mageren Ausfuhrerlöse um weitere knapp 850 Millionen Euro dezimiert. Das entspricht einem Drittel der gesamten Exporterlöse Nordkoreas.

Nordkorea reagiert indes heftig auf die verhangenen Strafen:

Wir sind bereit, die USA mit weit größeren Maßnahmen zur Rechenschaft zu ziehen für ihre Verbrechen gegen unser Volk und unser Land.

Vorgeschichte

Ursache für die Sanktionen war der zweite Test einer nordkoreanischen Interkontinentalrakete innerhalb eines Monats. Derartige Tests wurden vom UN-Sicherheitsrat verboten. Laut Aussagen von Experten hatte der Marschkörper eine theoretische Reichweite von 10.000 Kilometer und hätte somit auf das Festland der USA einschlagen können.

Wir werden unser Nuklearprogramm zur Selbstverteidigung nicht zur Verhandlung stellen. Und wir werden niemals auch nur einen Schritt zurückgehen bei der Stärkung unserer Nuklearmacht. […] Wenn Feinde glauben, dass Nordkorea durch Sanktionen verunsichert werden kann, handelt es sich um nichts anderes als eine Wahnvorstellung.

Südkorea hofft trotz der eindeutigen Drohgebärden ihres Nachbarns auf eine friedliche Lösung am Verhandlungstisch. Moon Jae, Präsident von Südkorea, möchte Pjöngjang wieder „auf den richtigen Pfad“ führen.

Am harten Kurs gegen Nordkorea soll das aber nichts ändern. Sowohl Trump als auch Moon Jae bekräftigten dies in einer offiziellen Mitteilung aus dem Weißen Haus. Sie sehen es als Pflicht an, die neuerlichen Sanktionen in vollem Maße umzusetzen.