Die Bundeswehr wird nach “dpa”-Informationen mit dem Aufbau eines neuen Nato-Hauptquartiers in Deutschland beauftragt. Das Planungs- und Führungszentrum soll vorrangig schnelle Truppen- und Materialbewegungen innerhalb des Bündnisses gewährleisten.

Ein entsprechendes Angebot habe Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) vorgelegt. Die Bündnisstaaten nahmen die deutsche Offerte wohlwollend entgegen. Offiziell soll die Entscheidung bei einem Nato-Verteidigungsministertreffen in der kommenden Woche bekanntgegeben werden.

Standort wird voraussichtlich die Region Köln/Bonn

Als neuen Standort für das neue Planungs- und Führungszentrum wird laut “dpa” die Region Köln/Bonn gehandelt. Die Streitkräftebasis und das Streitkräfteamt der Bundeswehr sind dort bereits ansässig.

Allerdings soll das Hauptquartier in Deutschland nicht in die bestehende Nato-Kommandostruktur integriert werden. Dadurch ständen Personal und Kompetenzen auch für nationale Übungen und Einsätze außerhalb des Bündnisses zur Verfügung. Mehrere Hundert neue Dienstposten könnten im Zuge dieser Nato-Maßnahme entstehen.

Nato reagiert auf russische Außenpolitik

Das Verteidigungsbündnis sieht sich aufgrund der als expansiv wahrgenommenen russischen Außenpolitik der letzten Jahre zur Aufrüstung genötigt. Auch für die USA ist ein Nato-Hauptquartier vorgesehen. Die US-Basis soll die Luft- und Seewege zwischen Nordamerika und Europa über den Atlantik sichern.