Nach dem verheerenden Ausbruch des Feuervulkans auf Guatemala ist die Zahl der Todesopfer von 25 auf 65 gestiegen. 46 Menschen seien verletzt worden, teilte der Katastrophenschutz des Landes mit.

Menschen verbrannten in ihren Häusern

Laut Regierung waren etwa 1,7 Millionen Menschen von dem Vulkanausbruch betroffen. Knapp 3.200 mussten das Gebiet rund um den Volcán de Fuego, der sich 70 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Guatemala-Stadt befindet, verlassen. Ein Lavastrom traf das Dorf El Rodeo. Dort verbrannten etliche Menschen in ihren Häusern, wie die Katastrophenschutzbehörde Conred mitteilte. Zudem sind einige Gebiete von Lava eingeschlossen und daher noch nicht erreichbar für die Rettungskräfte. Mittlerweile verliert der Vulkan allerdings an Kraft. Einen Tag nach der Tragödie sollen nun die Toten identifiziert werden.

In den sozialen Netzwerken verbreiteten sich nach dem Unglück zahlreiche Fotos und Videos des Ausbruchs. Sie zeigen Einsatzkräfte und Helfer, die mit Asche verschmierte Kinder aus den Häusern retten. Etwa 300 Soldaten seien im Einsatz gewesen. Ganze Straßenzüge und Bäume waren in weiße Asche gehüllt. In vier Departments Guatemalas fiel Gestein vom Himmel.

Die Rauchwolke erreichte eine Höhe von sechs Kilometern über dem Meeresspiegel. Es sei der schlimmste Ausbruch der vergangenen Jahre, teilte Conred mit. Ende Mai spuckte der Vulkan zunächst einen Schlammstrom aus. Allerdings zeigt der Volcán de Fuego bereits seit 2002 immer wieder starke Aktivitäten. Erste Aufzeichnungen von Ausbrüchen reichen bis in das Jahr 1531 zurück.

Foto: ©dpa/Oliver De Ros/AP