Sie wollten helfen, wo Hilfe am nötigsten ist. Italiens oberstes Gericht erklärte das Engagement der Organisation „Jugend Rettet“ im Mittelmeer jedoch für illegal. Seit August vergangenen Jahres ist die „Iuventa“ beschlagnahmt – und das bleibt sie laut Gerichtsbeschluss auch. Der Vorwurf: Die Verantwortlichen der Flüchtlingshilfsorganisation „Jugend Rettet“ leisten Beihilfe zur illegalen Migration.

Isa Grahn, Sprecherin der Organisation, bestätigte die Entscheidung des Kassationsgerichts. Eine Revision werde es nicht geben.

Das Urteil des obersten Gerichts Italiens erfolgte nach der Prüfung einer Entscheidung auf Sizilien. Das dortige Gericht von Trapani hatte im September die Freigabe des Schiffes abgelehnt.

Spanisches Rettungsschiff wieder im Einsatz

Ähnlich erging es der spanischen Initiative „Proavtiva Open Arms“. Deren Rettungsschiff wurde allerdings vergangene Woche wieder freigegeben. Nach einer Rettungsaktion vor der libyschen Küste wurde der Seenotretter zunächst beschlagnahmt. Gegen zwei Crew-Mitglieder werde noch immer wegen Beihilfe zu illegaler Immigration ermittelt, sagte Proactiva-Gründer Oscar Camps.