Das hatte er sich anders vorgestellt! In Schlips und Kragen wollte sich Björn Höcke am Dienstag unter demonstrierende Opel-Mitarbeiter in Thüringen mischen, Verbundenheit zur Schau stellen. Während die Angestellten des Werks in Eisenach um ihre Arbeitsplätze bangen, erhoffte sich Höcke offenbar volksnahe Publicity.

Auf Twitter verkündete Höcke vorab:

Wir als AfD kämpfen an der Seite der um ihre Arbeitsplätze bangenden Opel-Mitarbeiter in Eisenach. Motto: ,Miteinander für Morgen‘, gemeinsam mit ALARM und IG Metall.

Doch die Aktion des AfD-Landesvorsitzenden stieß nicht auf Gegenliebe.

Auf Wiedersehen!,

vertrieben ihn die Protestierenden während der Protestkundgebung gegen Sparmaßnahmen bei Opel. Ihre Ziele wollen Beschäftigte, Mitglieder, Gewerkschafter und teilnehmende Politiker dann doch lieber ohne AfD-Stempel und Höckes „patriotische Wirtschaftspolitik“ erreichen. Mit Auf-Wiedersehen-Gesängen und Trillerpfeifen wurden der Landesvorsitzende und seine Begleiter von der Kundgebung verdrängt.

Die Solidarität der AfD werde nicht gebraucht, erklärte der Betriebsrat der Beschäftigten des Opel-Werks.