In Berlin hat am Donnerstagmorgen die Räumung einer besetzten Schule begonnen. Seit fünf Jahren sollen Flüchtlinge die ehemalige Gerhart-Hauptmann-Schule in Kreuzberg illegal bewohnen. Nach dem Kenntnisstand des Berliner Landgerichts soll es sich zuletzt um 23 Menschen gehandelt haben.

Der Polizei-Einsatz erfolgte auf Anweisung der zuständigen Gerichtsvollzieherin und verlief zunächst reibungslos. Vor Ort hielten sich zum Zeitpunkt des Einsatzes keine Besetzer in dem Gebäude auf. Allerdings sollen noch “verschlossene Räumlichkeiten” überprüft werden, sagte eine Polizeisprecherin.

Begleitet wurde die Aktion am frühen Morgen von einer friedlichen Demonstration. Auf Transparenten sprachen sich etwa 200 Männer afrikanischer Abstimmung gegen die Abschiebung von Landsleuten aus. Bereits im Mai 2014 unternahm der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg einen Räumungsversuch der leer stehenden Schule, scheiterte jedoch an heftigen Protesten.

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