Neun US-Medien wurden vom russischen Regierungschef Wladimir Putin zu „ausländischen Agenten“ erklärt. Damit erschwert das Kreml-Regime immer mehr die freie Berichterstattung im eigenen Land.

Drastischer Schritt

Am Dienstag gab das Justizministerium in Moskau auf seiner Homepage die Namen der betroffenen US-Medien bekannt, denen vorgeworfen wird „die Funktionen eines ausländischen Agenten auszuüben“. Unter anderem befinden sich Voice of America und Radio Free Europe/Radio Liberty auf der Liste. Bereits im November unterzeichnete Putin den entsprechenden Beschluss.

Medien in Russland müssen sich nun als „ausländische Agenten“ registrieren und, sofern sie Geld aus dem Ausland erhalten, ihre Finanzen und ihre Aktivitäten den Behörden offenlegen.

Der Grund für den drastischen Entschluss ist eine entsprechende Entscheidung der USA vom November. Die Behörden zwangen damals den russischen TV-Sender RT, sich als „ausländischer Agent“ zu registrieren, weil er Einfluss auf die US-Wahl nahm.