Eine Razzia, drei Länder, vier Verdächtige: SEK-Beamte durchsuchten am Dienstag Wohnungen von vier Extremisten, die eine rechtsterroristische Vereinigung gegründet haben sollen. Der Beschluss der Bundesanwaltschaft bezog sich auf Objekte in Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Bremen.

Spätestens im Jahr 2017 sollen sich die verdächtigen Männer unter dem Namen „Nordadler“ zu einer rechtsterroristischen Vereinigung zusammengeschlossen haben, um dem „Nationalsozialismus in Deutschland zum Wiedererstarken zu verhelfen“. Mit dem Ziel Anschläge zu verüben, wollten sich die Beschuldigten offenbar Waffen, Munition und Material zum Bau von Brand- und Sprengvorrichtungen beschaffen. Die geplanten Attentate der namentlich bekannten Verdächtigen sollten sich nach Erkenntnissen der Bundesanwaltschaft gegen politische Gegner richten.

Festnahmen hat es im Rahmen der Razzia nicht gegeben.

Die Bundesanwaltschaft hatte das Verfahren gegen die Männer im Januar übernommen und Ermittlungen unter anderem wegen des Verdachts der Gründung einer terroristischen Vereinigung (§ 129a StGB) eingeleitet.