Der neue Sozialminister Hubertus Heil (SPD) ist frisch im Amt und die Rentner in Deutschland dürfen sich freuen. Am 1. Juli 2018 werden die Altersbezüge für mehr als 20 Millionen Senioren um rund drei Prozent angehoben. Genau genommen erhalten Rentner im Westen 3,22 Prozent und Rentner im Osten 3,37 Prozent mehr Geld. Der Rentenwert wird dann bei 32,03 Euro (West) und 30,69 Euro (Ost) liegen. Die Ost-Renten entsprechen damit zu 95,8 Prozent den Westrenten. Eine Ausgleichung des Rentenniveaus in Ost und West wird zum 1. Juli 2024 angestrebt.

Der Arbeitsmarkt gibt es her

Der Rentenanstieg ist aber nicht nur eine nette Geste der neuen Bundesregierung. Tatsächlich ist es der positiven Entwicklung des Arbeitsmarktes und den Lohnsteigerungen zu danken, dass auch die Rentenkasse klingelt.

Die gesetzliche Rente bleibe die zentrale Säule der Alterssicherung in Deutschland,

sagte Heil.

Eine generelle Verlängerung der Lebensarbeitszeit schloss der Minister für Soziales hingegen aus.

Ich kann nur dazu raten, sich die unterschiedlichen Lebenswirklichkeiten von Menschen anzuschauen. Es gibt Menschen, die länger arbeiten wollen – andere können einfach nicht mehr,

erklärte Heil.

Mit mir wird es keine Erhöhung des gesetzlichen Renteneintrittsalters geben.

Plänen der Großen Koalition zufolge soll denjenigen, die Jahrzehnte lang gearbeitet, Kinder erzogen und Angehörige gepflegt haben, nach 35 Beitragsjahren eine Grundrente zehn Prozent über der Grundsicherung zustehen.

Quelle: Arbeits- und Sozialminister, Deutsche Rentenversicherung – Stand: 20.03.2018