Sie suchen den Kick und finden am Ende den Tod. Aktuellen Schätzungen zufolge kommen im Jahr 80 bis 100 Menschen bei der Selbstbefriedigung ums Leben. Die häufigste Todesursache: Ersticken.

Im Rausch

Das Gefühl kurz vor dem Ersticken zu sein und gleichzeitig einen Orgasmus zu haben, soll besonders intensiv und befriedigend sein. Daher wenden bereits Jugendlich die bizarre Sex-Praktik an und würgen den Partner kurz vor dem Höhepunkt. Allerdings versuchen auch zahlreiche Menschen sich bei der Selbstbefriedung in diesen Rausch zu versetzen. Der Rechtsmediziner Harald Voß warnt in der „BILD“-Zeitung ausdrücklich davor und erklärt: „Dass man bewusstlos wird, geht schneller als die Leute denken. Wenn zum Beispiel beide Halsschlagadern abgepresst werden, dauert es maximal 30 Sekunden.“ Allerdings ist Ersticken nicht die einzige Todesursache bei autoerotischen Sex-Spielen. Häufig kommen auch Stromschläge und Staubsauger zum Einsatz.

Experten vermuten, dass die Dunkelziffer der autoerotischen Todesfällen noch viel höher liegt. Oft werden von Angehörigen aus Scham Beweise versteckt und vernichtet. Indizien sind allerdings Plastiktüten, Spiegel in der Nähe der Leiche und fehlende Abschiedsbriefe. Der Rechtsmediziner erklärt außerdem, dass Männer häufiger Opfer ihrer eigenen Lust werden. Frauen seien vorsichtiger und würden sich nicht so viele „Raffinessen“ einfallen lassen.