Auf einer Pressekonferenz in Seoul fragte ein Reporter den US-Außenminister nach Details zur geplanten Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel. Pompeos ungehaltene Reaktion darauf lässt erahnen, wie es um die Ausarbeitung besagter Vereinbarung steht.

Am Dienstag einigten sich Donald Trump und Kim Jong-un auf die „vollständige Denuklearisierung“ der koreanischen Halbinsel. Bisher ist allerdings völlig unklar, wie dieses Vorhaben umgesetzt werden soll. Grund genug für Journalisten diesbezüglich nachzuhaken. Doch allein die Frage zu Details der Vereinbarung, machte Mike Pompeo sichtbar nervös. Der Reporter wollte wissen, wieso im Abschlussdokument nicht stehe, dass die atomare Abrüstung „überprüfbar und unumkehrbar“ sein müsse. Genau das habe Trump schließlich gefordert.

Der US-Außenminister reagierte ausweichend, der Reporter hakte nach, ob er nicht „ein wenig mehr erzählen kann“. Pompeo reagierte ungehalten: „Nur damit Sie es wissen, ich finde die Frage beleidigend und lächerlich, und, offen gesagt, haarsträubend. Das muss ich Ihnen ehrlich sagen. Bei so ernsthaften Angelegenheiten sollte man keine Spiele spielen.“

Hier der ganze Gesprächsverlauf auf Englisch.

Der Reporter blieb hartnäckig: „Aber wie soll die Abrüstung überprüft werden?“ Pompeo weicht wieder aus: „Die Modalitäten klären wir noch, wir haben viel Arbeit vor uns, es ist ein langer Weg und wir müssen über vieles nachdenken.“ Er wendete sich wieder direkt an den Journalisten: „Aber sagen Sie keine dummen Sachen, tun Sie das nicht. Es ist nicht produktiv, dumme Sachen zu sagen. Das ist einfach nicht hilfreich. Es hilft nicht Ihren Lesern, es hilft nicht Ihren Zuhörern, es hilft nicht der Welt.“

Trump überrumpelte Südkorea

Südkorea reagierte indes überrascht auf die Ankündigungen Trumps, dass die USA ihre Militärübungen mit Südkorea für die Dauer der Verhandlungen mit Pjöngjang aussetzen würden. Dennoch versicherte Südkoreas Außenminister Kang Kyung Wha, das Bündnis ihres Landes mit den USA sei „so robust wie immer“.