In Altena im Sauerland wurde der Bürgermeister Andreas Hollstein in einem Dönerladen mit einem Messer attackiert und niedergestochen. Vermutlich hat die Tat einen politischen Hintergrund.

15 Zentimeter lange Wunde

Die genauen Hintergründe für die Tat sind noch unklar. Die Behörden vermuten allerdings, dass der Täter ein politisches Motiv hatte. Als er in einem Dönerladen in der kleinen Stadt Altena auf Andreas Hollstein (CDU) traf, soll er von dem Angreifer gefragt worden sein: „Sind Sie der Bürgermeister?“ Dann stach er auf den Politiker ein und fügte ihm eine 15 Zentimeter lange Schnittwunde am Hals zu. Hollstein kam mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus, konnte es am Montagabend aber noch verlassen, wie örtliche Medien berichteten. Anschließend erklärte Hollstein der „Lokalstimme“: „Ich habe zupackende Menschen an meiner Seite gehabt und bin froh, dass ich noch lebe.“ Im Laufe des Tages will sich der Bürgermeister im Rahmen einer Pressekonferenz zu dem Vorfall äußern.

Welle der Entrüstung

Die Kleinstadt Altena wurde deutschlandweit bekannt, weil sie mehr Flüchtlinge auf aufnimmt, als sie laut des Verteilschlüssels aufnehmen muss. Regierungssprecher Steffen Seibert twitterte in Namen der Kanzlerin: „Ich bin entsetzt über den Messerangriff auf Bürgermeister Andreas Hollstein – und sehr erleichtert, dass er schon wieder bei seiner Familie sein kann.“ Außerdem danke sie allen, die Hollstein geholfen haben. Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) zeigte sich ebenfalls bestürzt: „Dürfen niemals akzeptieren, dass Menschen attackiert werden, nur weil sie anderen helfen. In unserem Land darf kein Platz sein für Hass und Gewalt.“