Kurz vor Mitternacht erschütterte ein schweres Beben die Ostküste des kleinen Inselstaats Taiwan. Nach Behördenangaben sind mindestens vier Todesopfer zu beklagen, mehr als 200 Menschen wurden verletzt. Besonders schwer getroffen wurde die Stadt Hualian. Hier geriet das Marshal-Hotel durch den Erdstoß in Schieflage und stürzte ein. Etliche Menschen sollen sich noch unter den Trümmern befinden. Hualian ist ein beliebter Urlaubsort unter Touristen. In vielen Haushalten fiel der Strom aus.

“Wir werden so schnell wie möglich mit den Rettungsmaßnahmen beginnen”, wandte sich Taiwans Präsidentin via Facebook an die Bevölkerung.

Gegen 23.50 Uhr hatte das Beben der Stärke 6,4 viele Menschen in der Region im Schlaf überrascht. DAs Zentrum des Erdbebens soll nach Messungen der US-Erdbebenwarte USGS etwa 20 Kilometer außerhalb von Hualian in einer Tiefe von nur 10 Kilometern gelegen haben. In den vergangenen Tagen kam es bereits zu mehreren kleineren Beben.

Im September 1999 hatte ein Beben der Stärke 7,3 rund 2400 Menschen das Leben gekostet. Vor zwei Jahren starben bei einem Beben im Süden von Taiwan 116 Menschen.