In der somalischen Hauptstadt Mogadischu ist am Mittwochabend eine deutsche Krankenschwester entführt worden.

Bemühungen um Freilassung laufen

Die Frau ist eine Mitarbeiterin des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK). Bewaffnete Täter stürmten am Mittwochabend den Komplex der Hilfsorganisation in Mogadischu und entführten die Krankenschwester. Das IKRK machte zunächst keine weiteren Angaben zur Mitarbeiterin oder zu den Tätern. Man versuche auf „verschiedenen Ebenen“ alles für die Freilassung der Frau zu tun.

Daniel O’Malley, stellvertretender Leiter der IKRK-Mission in Somalia, sagte:

Wir machen uns größte Sorgen um die Sicherheit unserer Kollegin.

Sie habe Leben gerettet und sich für eine Verbesserung der Lebensverhältnisse in Somalia eingesetzt.

Dennoch sind Entführungen von Ausländern keine Seltenheit in dem ostafrikanischen Staat. Nicht nur die Sicherheitslage ist prekär, auch Armut und Hunger setzen dem Land zu. Darüberhinaus versucht die islamistische Miliz Al-Shabaab gewaltsam die Errichtung eines sogenannten Gottesstaates durchzusetzen.

Titelbild: ©dpa/Maurizio Gambarini/Archiv